Arbeitgeber-Marke und -kommunikation rechnen sich schnell

Vor kurzem telefonierte ich mit der Inhaberin eines Familienunternehmens mit etwas über 100 Mitarbeitern. Sie benötigte unsere Unterstützung beim Führen von internen Teamgesprächen mit Mitarbeitern im Homeoffice und der Organisation und Vorbereitung von Präsentationen per digitaler Medien wie Teams oder Zoom während des Lock-Downs. Nach kurzer Zeit erzählte sie mir dann auch von ihrer Schwierigkeit, die richtigen Mitarbeiter zu finden, von der Gefahr, dass „Neue“ oft nicht passen würden und davon, dass ihr Unternehmen anscheinend irgendwie für Mitarbeiter nicht reizvoll wäre. Dabei kenne ich sie als sehr engagierte und gleichzeitig sympathische Unternehmerin und ihre Firma als überaus modern und zukunftsfähig. Ich empfahl ihr, sich doch endlich mit dem Thema Arbeitgeber-Marke und dem Erzählen verschiedener authentischer Erfolgsgeschichten zu befassen, damit sie von Wunsch-Arbeitnehmern überhaupt wahrgenommen und als relevant eingestuft würde. „Das lohnt sich für uns doch gar nicht“, war ihre direkte Antwort. Ist das so? Lohnt sich ein Investment in die richtige Darstellung der eigenen Arbeitgeber-Attraktivität wirklich nicht? Das Gegenteil ist der Fall.

Die Mitarbeiterkosten sind höher als viele Unternehmer wahrhaben wollen.

Ein Mitarbeiterlohn von 2.500 EURO im Monat verdoppelt sich aufgrund von Sozialversicherungsanteilen, Arbeitsplatzkosten, Managementkosten etc. nahezu. Das bedeutet, das dieser Arbeitnehmer das Unternehmen im Jahr schnell rund 60.000 EURO kostet. Und natürlich gilt: Je höher das Gehalt, um so höher die Gesamtkosten. Wer also statt mittelmäßiger Mitarbeiter richtig gute und passende findet, ist sofort klar im Vorteil. Zu diesem Vorteil trägt ein Investment in die eigene Arbeitgeber-Attraktivität in hohem Maße bei.

Die Kosten für die Mitarbeitersuche und -einarbeitung werden meist unterschätzt

Mitarbeiter sucht man nicht so nebenbei. Ganz im Gegenteil. Ich nenne hier einmal ein paar Zahlen mit sicher nicht zu hoch angesetzten Summen. Der Einfachheit halber habe ich interne Kosten mit 100 EURO pro Stunde angesetzt, nicht unplausibel, wenn man bedenkt, dass gerade bei Familienunternehmen so gut wie immer die Chefetage in alle Schritte mit einbezogen ist:

Anforderungsprofil / Text3 Stunden á 100 Euro300,00 €
Stellenanzeige klassisch2 x 2sp, 150 hoch á 6 Euro3.600,00 €
1 Online-Anzeige (nur Buchung)200,00 €
Anzeigengestaltung400,00 €
Durchsehen Bewerbungen20 á 15 Minuten = 5 H x 100 Euro500,00 €
Gespräche3 Gespräche á 1 Stunde = 3 Stunden x 100 Euro300,00 €
NachbereitungAuswertung, Vertrag, Abschluss 4 Stunden400,00 €
Einarbeitung40 Stunden á 100 Euro4.000,00 €
9.700,00 €
Übersicht der möglichen Kosten einer Bewerbersuche und -einarbeitung, Copyright Martin Dunker / Arbeitgeber-Manufaktur 2020

Was bringt es, wenn sich hier gar keine oder die Falschen  bewerben, die nach kürzester Zeit wieder weg sind? Unbesetzte Stellen sind durch entgangene Aufträge mehr als kostspielig. Schlimmer kann ein Fehlinvestment doch gar nicht aussehen.

Eine hohe Arbeitgeber-Attraktivität zahlt sich extrem schnell aus.

Das Investment in die eigene Arbeitgeber-Markenattraktivität und eine überzeugende Kommunikation verhindert die Verschwendung von Zeit und Geld und schafft eine Vielzahl neuer Perspektiven. Innerhalb kurzer Zeit rentiert sich für ein Familienunternehmen der oben genannten Größenordnung bereits die Bereitschaft, das Thema anzugehen. Gleichzeitig stärkt es mit der Entscheidung sein Team und sein Leistungsvermögen und investiert daher in erheblichem Maß in die eigene Zukunftsfähigkeit.

Ich beantworte gern persönlich Fragen zum Artikel und sage Ihnen, wo Ihr Break-Even bei einem Investment liegen würde. Nehmen Sie einfach Kontakt auf. Sollte Ihnen der Artikel gefallen, teilen Sie ihn bitte, damit er auch anderen helfen kann.